Mikroskopische Verfahren hängen erheblich von der Art der Beleuchtung ab. Das in dieser Arbeit entwickelte Verfahren stellt eine innovative Beleuchtungsart dar. Zur Vereinfachung wird sie im folgenden mit der Bezeichnung "Ultra-Dunkelfeld-Mikroskopie (UDM)" benannt. Um eine Abgrenzung gegenüber den normalen Verfahren der Dunkel- und Hellfeldmikroskopie aufzuzeigen, werden diese Verfahren kurz dargestellt.
Bei der Hellfeldmikroskopie wird ein Objektträger von unten durch einen Lichtkegel beleuchtet. Befindet sich kein Objekt auf dem Träger, so treffen die Lichtstrahlen ungestört auf das Objektiv und das Bild erscheint für den Betrachter gleichmäßig hell. Ein in der Objektebene liegendes Objekt führt zu einer teilweisen Absorption, weswegen der Betrachter einen abgedunkelten Gegenstand vor einem hellen Hintergrund sieht. Das entspricht den normalen Sehgewohnheiten des menschlichen Auges, da sich im Alltag ebenfalls häufig dunkle Gegenstände von einem hellen Hintergrund abheben, was man auch als einen positiven Kontrast bezeichnet.
Erzeugt wird der angesprochene Lichtkegel von einer Kondensorlinse, die hinter der Lichtquelle angebracht wird. Im Bild wäre das Mikroskop optimal eingestellt, da das komplette Licht in das Objektiv trifft.
![]() Skizze 4 - Hellfeldmikroskopie |
Die Vorteile der Hellfeldmikroskopie liegen zum einen in dem simplen Aufbau, der ein einfaches Mikroskopieren ermöglicht und zum anderen in der Kontrastierung. So sind beispielsweise leicht transparente Objekte, die einen hohen Eigenfarbanteil haben, sehr gut geeignet, da sie einen optimalen Kontrast zum hellen Hintergrund liefern. Grenzen bilden zum Beispiel ungefärbte Objekte, wie lebende Zellstrukturen oder Bakterien, die aufgrund der geringen Lichtabsorption keine lokalen Intensitätsschwankungen von mindestens 10 - 20% zur Verfügung stellen, die das menschliche Auge als Kontrastmerkmal verlangt. |